Posted by on 24. Februar 2026 in Allgemein, Fachartikel, NPO Finanzkonferenz |

NPO setzen zunehmend auf Künstliche Intelligenz, jedoch meist punktuell und noch ohne strategische Verankerung. Dies zeigt die Studie „KI in NPO – Studie 2025“, die das NPO Finanzforum im Herbst 2025 unter 67 Mitgliedsorganisationen durchgeführt hat. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass KI im Nonprofit-Sektor angekommen ist, der Reifegrad jedoch stark variiert.

Viele Organisationen nutzen bereits generative KI wie ChatGPT, Copilot oder DeepL – vor allem in Kommunikation, Übersetzung, Texterstellung und kreativen Prozessen. Diese Bereiche weisen den höchsten Reifegrad auf. Dagegen bleibt der Einsatz in Finanzen, Fundraising, CRM, Organisation und HR sehr gering; in den Finanzprozessen ist KI bei rund 80 Prozent der Organisationen nicht vorhanden. Die Studie zeigt damit ein klares Muster: KI wird vor allem dort eingesetzt, wo Aufgaben repetitiv, textbasiert und mit geringem Risiko automatisierbar sind.

Die Ziele des KI-Einsatzes sind klar: Effizienzsteigerung und Entlastung der Mitarbeitenden dominieren, gefolgt von Qualitätsverbesserung und Kosteneinsparungen. Gleichzeitig identifizieren die befragten Organisationen deutliche Hürden. An erster Stelle stehen Datenschutz- und Sicherheitsbedenken, gefolgt von fehlendem Know-how, Unsicherheit über Potenziale und Grenzen sowie begrenzten Ressourcen. Der Unterstützungsbedarf ist entsprechend hoch: Besonders gewünscht werden praxisnahe Best-Practice-Beispiele, Schulungsangebote und Austauschformate.

Die Studie steht allen Mitgliedern im Mitgliederbereich zur Verfügung.

Auch die NPO Finanzkonferenz 2026 beschäftigt sich mit dem Thema und zeigt, wie NPOs mit KI Wirkung erzielen können. Die Publikation des Konferenzprogramms folgt demnächst.