NPO setzen zunehmend auf Künstliche Intelligenz, jedoch meist punktuell und noch ohne strategische Verankerung. Dies zeigt die Studie „KI in NPO – Studie 2025“, die das NPO Finanzforum im Herbst 2025 unter 67 Mitgliedsorganisationen durchgeführt hat. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass KI im Nonprofit-Sektor angekommen ist, der Reifegrad jedoch stark variiert.
Viele Organisationen nutzen bereits generative KI wie ChatGPT, Copilot oder DeepL – vor allem in Kommunikation, Übersetzung, Texterstellung und kreativen Prozessen. Diese Bereiche weisen den höchsten Reifegrad auf. Dagegen bleibt der Einsatz in Finanzen, Fundraising, CRM, Organisation und HR sehr gering; in den Finanzprozessen ist KI bei rund 80 Prozent der Organisationen nicht vorhanden. Die Studie zeigt damit ein klares Muster: KI wird vor allem dort eingesetzt, wo Aufgaben repetitiv, textbasiert und mit geringem Risiko automatisierbar sind.
Die Ziele des KI-Einsatzes sind klar: Effizienzsteigerung und Entlastung der Mitarbeitenden dominieren, gefolgt von Qualitätsverbesserung und Kosteneinsparungen. Gleichzeitig identifizieren die befragten Organisationen deutliche Hürden. An erster Stelle stehen Datenschutz- und Sicherheitsbedenken, gefolgt von fehlendem Know-how, Unsicherheit über Potenziale und Grenzen sowie begrenzten Ressourcen. Der Unterstützungsbedarf ist entsprechend hoch: Besonders gewünscht werden praxisnahe Best-Practice-Beispiele, Schulungsangebote und Austauschformate.
Die Studie steht allen Mitgliedern im Mitgliederbereich zur Verfügung.


